Der zweite Tag auf dem Roulotte. Isas Herde verhält sich brav. Sie hat bereits gelernt, dass Isa das Kraftfutter echt gerne mag und die Herde es ihr deshalb morgens und abends anzubieten hat. Außerdem bekommt die Herde davon nichts ab, aber immerhin bekommt sie leckere vogesische Kost. Außerdem weiß die Herde, dass Isa, wenn sie denn angeschirrt und startbereit ist, absolut keine Lust hat länger auf die Herde zu warten, die in der Zwischenzeit noch irgendwo herum kramt und Sachen verstaut oder Routenpläne liest oder die Bremsklötze einsammelt. Völliger Blödsinn so was. Wenn Isa eingespannt ist, dann geht es gefälligst auch los!
Während der Route laufen die meisten der Herdentiere. Es sitzen höchstens zwei oben auf dem Kutschbock – es könnte ja zu schwer werden für Isa. „DAS ARME PFERD!“ hat Isa der Herde schon super eingetrichtert. Wenn es auf der Route bergauf geht – und das kommt öfters vor – weiß die Herde, dass maximal einer auf dem Kutschbock sitzt. Auch das eher pro forma, denn eigentlich weiß Isa ja am besten wo es lang geht. Die anderen schieben gefälligst den Wagen mit hoch. Das ist zwar nur einer in Leichtbauweise, aber wenn Isa ein wenig unwillig und seeeeeehhhhhr langsam den Berg hinauf trottet, packen alle erschrocken mit an. DAS ARME PFERD! Wenn die Herde nicht kapiert, dass Isa nun lieber Gras fressen oder Wasser trinken möchte, bleibt sie halt stehen. Irgendwann kommen die dusseligen Zweibeiner schon drauf, worum es geht. Hat ja bei den anderen auch immer geklappt.....
Es gehorcht der Herde
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